Spargel-Carbonara

Feine Frühlingspasta, die mit oder ohne Speck zubereitet werden kann. S. wollte unbedingt die Speckvariante, die wirklich sehr gut geschmeckt hat. Vegetarier lassen die Fleischeinlage einfach weg.

Zutaten für 2 Personen:

  • 250g Tagliatelle
  • 125g grüner Spargel, unten geschält und in 3 cm lange Stücke geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, in feine Scheibchen geschnitten
  • 3 Speckscheiben 3mm dick, in kleine Würfel geschnitten (optional)
  • Olivenöl
  • 2 Tassen Parmesan, frisch gerieben
  • 2 Eigelb
  • Salz, Pfeffer,
  • etwas Paprikapulver edelsüß (lasse ich weg, bei uns ist Speck die Würze)

Zubereitung:

In einem großen Topf die Speckwürfel mit etwas Olivenöl anbraten. Herausnehmen und beiseite stellen. Spargelstücke und Knoblauch im Speckfett braten. Währenddessen in einem großen Topf die Nudeln in reichlich gesalzenem Wasser kochen (3 Minuten kürzer als auf der Packung angegeben). Mindestens 1 Messbecher des Nudelkochwassers aus dem Topf entnehmen.

2 Eigelb in einer Schüssel wirklich gut verquirlen, salzen und pfeffern und mit einem Schneebesen langsam wenig heißes Nudelkochwasser unterrühren, so dass die Eimasse schon leicht vorgewärmt ist. 1 Tasse Parmesan unter die warme Eimasse rühren.

Spargel und Knoblauch mit etwas Nudelwasser aufgießen und leise köcheln lassen, Paprikapulver einrühren. Dann die Nudeln unter die Spargelstücke rühren. Die Eigelb-Parmesan Mischung bei kleiner Hitze unterrühren. Jetzt die Nudeln stetig mit der Sauce verrühren (am Besten mit 2 Kochlöffeln arbeiten), die Hitze soll unter dem Siedepunkt sein (hier Stufe 5). Immer wieder nach Bedarf Nudelkochwasser unterrühren, bis sich eine seidig cremige Sauce bildet. Etwa 5 Minuten unter andauerndem wenden die Nudeln fertig garen.

Sofort in vorgewärmten Tellern mit Parmesan und Pfeffer bestreut servieren.

Quelle: Bon Appetit, Vegetarian Carbonara, Carla Lalli-Music, abgewandelt

Kürbiskern-Kasten-Brot

Im Vergleich zu frei geschobenen Broten, also solchen, die ohne Form im Ofen auf einem heißen Blech (besser noch einem Backstein) gebacken werden, ist dieses Brot mit wenig Hefezugabe fast schon unkompliziert. Nach dem Vorteig geht der eigentliche Teig ganz unaufwändig in der Form, in der er dann zu Brot gebacken wird. Echt easy-peasy und sehr lecker.

Zutaten für 1 Kastenbrot (30 cm Länge):

Sauerteigansatz:

  • 10g aktiver Sauerteig (d.h. Sauerteig 6-8 Stunden vorher gefüttert)
  • 223g Roggenmehl Type 997
  • 178g warmes Wasser

Brühstück:

  • 75g Kürbiskerne
  • 75g Roggenschrot grob
  • 150g kochend heißes Wasser

Teig:

  • Sauerteig
  • Brühstück
  • 260g Roggenmehl Type 997
  • 370g Weizenmehl Type 550 (ich nehme Dinkelmehl 630)
  • 10g frische Hefe
  • 19g Salz
  • 7,5 g Gerstenmalz, flüssig
  • ca. 300 – 350g Wasser
  • Kürbiskerne zum Bestreuen

Zubereitung:

Am Vortag alle Zutaten für den Sauerteig verrühren. Bei Zimmertemperatur 15-20 Stunden zugedeckt gehen lassen.

Ebenfalls am Vortag das Brühstück zubereiten. Dafür Kürbiskerne und Roggenschrot mit dem kochenden Wasser übergießen. Zugedeckt 15-20 Stunden quellen lassen.

Am nächsten Tag den Teig zubereiten, dafür alle Zutaten ohne dem Salz und vorerst mit nur 300g Wasser mit dem Knethaken der Küchenmaschine verkneten. Anfangs auf Stufe 1 ca 4 Minuten kneten lassen, Salz einrieseln lassen und auf Stufe 2 ca. 3 Minuten weiterkneten bis sich ein geschmeidiger Teigklumpen bildet (evtl. schlückchenweise Wasser zufügen). Der Teig ist recht klebrig. 20 Minuten zugedeckt ruhen lassen.

Dann aus der Schüssel heben und auf einer gut bemehlten Arbeitsplatte einen länglichen Laib formen (der Teig ist noch sehr klebrig). Den Laib in die gebutterte, mit Kürbiskernen ausgestreute Form (bei mir eine 30 cm lange Kastenkuchenform) legen und abgedeckt ca 1 Stunde im 30°C warmen Ofen gehen lassen, bis er fast die Oberkante der Kastenform erreicht hat (bei meiner Form ist er nach 40 Minuten schon ganz oben angelangt).

Backofen auf 250°C Klimagaren mit einem Dampfstoß vorheizen (oder auf 250°C Ober – und Unterhitze). Ein Blech im Ofen heiß werden lassen.

Teig mit Wasser bestreichen und mit Kürbiskernen bestreuen. Kerne etwas festdrücken. Form in den vorgeheizten Ofen auf das heiße Blech stellen und sofort den Dampfstoß auslösen (oder Ofenwände mit Wasser besprühen). Nach etwa 10 Minuten oder dem Dampfstoß (8 Minuten) die Hitze auf 210°C reduzieren. Das Brot weitere 35 Minuten backen. Immer wieder kontrollieren ob das Brot nicht zu dunkel wird. Ich reduziere ca. 8 Minuten vor Backzeitende nochmal die Hitze auf 185°C.

Auf einem Backofenrost abkühlen lassen. Nach ca 10 Minuten aus der Form stürzen und ganz auskühlen lassen.

Quelle: https://chili-und-ciabatta.de/2019/10/kuerbiskernbrot-im-kasten/

Zucchini-Lentil- Fritters

Knusprige vegetarische Puffer, die so gut sind, dass es das nächste Mal unbedingt die doppelte Menge gibt.

Zutaten für etwa 10 – 13 Fritters:

  • 230g rote Linsen
  • 1 Zucchini (etwa 350g)
  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • 1/4 Teel Cayennepfeffer
  • 1/4 Teel Kurkuma
  • etwa 10 Stängel Petersilie
  • 1 Teel Zitronenschale
  • reichlich Ghee oder Olivenöl
  • Für den Dip:
  • 1 Becher griechischer Joghurt
  • Zitronensaft
  • Salz

Zubereitung:

Die Linsen waschen. Diese dafür in eine Schüssel füllen mit Wasser bedecken und etwa 3-4 mal spülen, bis die Hand im Wasser sichtbar ist. Dann mit Wasser bedecken und mindestens 1 oder bis zu 12 Stunden quellen lassen (ich hatte sie 3 Stunden im Wasser)

Die Zucchini quer in 3 Teile teilen und diese in Streifen schneiden die ca 1 cm dick sind. In etwa wie Pommes. Die Zwiebel ebenfalls in Streifen schneiden. Beides in ein Sieb geben, salzen, gut vermischen und 1 Stunde Wasser ziehen lassen. Dann mit einem Geschirrtuch vorsichtig trocken tupfen.

Rote Linsen abgießen und in einen Food Processor füllen, 1 Teel Salz, Cayennepfeffer und Kurkuma dazugeben und pürieren. Sie sollen eine püreeartige Konsistenz haben, brauchen aber nicht fein musig sein.

Linsenpüree, Zucchinistifte, Zwiebelstreifen in einer Schüssel vermengen. Petersilienblätter nur von den groben Stängeln zupfen, aber an den feinen Stielen lasse. Mit Zitronenschale unter die Linsen-Zucchini-Masse heben. Es ist viel mehr Gemüse als Linsen, aber das ist schon richtig so.

Ghee oder Öl zweifingerhoch in einer kleinen beschichteten Pfanne erhitzen. Eßlöffelweise Teig in das heiße Fett geben, mit dem Löffel, den man vorher ins heiße Fett getaucht hat, flachdrücken und auf jeder Seite ca 3-4 Minuten braten, bis die Fritter schön braun und knusprig sind. Auf einem Küchentuch oder Gitter abtropfen lassen, sofort salzen und im Ofen warmhalten, bis alle Fritter gebacken sind.

Mit einem Joghurt Dip servieren. Dafür griechischen Joghurt mit Zitronensaft und Salz würzen.

Quelle: Bon Appetit, Zucchini-Lentil-Fritters, Sohla El-Waylly

PutenrahmGulasch mit Erbsen und Kohlrabi

Ein unglaublich köstliches Gulasch, das mit Kohlrabi, Paprika und Erbsen fast schon gesund ist. Ab Mai kann der Kohlrabi und die Paprika auch durch grünen Spargel ersetzt werden. Kerbel bringt dann die Frühlingsfrische. Um uns über die Pandemiezeit hinweg zu trösten, gibt es auch bei uns Nudeln dazu.





Zutaten für 2 Personen:
  • 125g Schalotten, fein gewürfelt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gewürfelt
  • 500g Putengulasch
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Eßl Butterschmalz (ich nehme Ghee)
  • 1 Teel Tomatenmark
  • 1 Teel Paprikapulver edelsüß
  • 125ml Weißwein
  • 250ml Brühe (Gemüse oder Huhn)
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Kohlrabi, geschält in etwa 2 cm große Stücke geschnitten
  • 1 Paprikaschote, in 2 cm große Stücke geschnitten
  • 100g TK Erbsen
  • 150ml Sahne, halbsteif geschlagen
  • Petersilie gehackt
  • Schnittlauch in feine Röllchen geschnitten
  • 1 1/2 Eßl Mehl
  • einige Spritzer Zitronensaft
  • 120g (Band- oder andere) Nudeln als Beilage

Zubereitung:

Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen. 1 Eßl Butterschmalz in einem Topf erhitzen und das Fleisch darin rundum scharf anbraten und herausnehmen.

Restliches Butterschmalz im Topf erhitzen. Schalotten und Knoblauch bei kleiner Flamme glasig dünsten. Tomatenmark unterrühren und 1 Minute mitrösten. Mit Paprikapulver bestäuben, mit Weißwein ablöschen und den Weißwein vollständig einkochen lassen.

Fleisch wieder in den Topf geben und mit Brühe auffüllen. Lorbeerblätter zugeben, salzen, pfeffern und bei milder Hitze zugedeckt eine gute Stunde schmoren lassen.

Kohlrabi nach etwa 40 Minuten unter das Gulasch heben. Nach 50 Minuten die Paprikastücke einrühren. Die Hälfte der Sahne mit den 1 1/2 Eßl Mehl verrühren und ebenfalls unter das Gulasch rühren. Offen zu Ende garen.

In der Zwischenzeit die Nudeln nach Packungsanweisung garen.

Wenn die Nudeln fertig sind, Erbsen noch kurz im Gulasch erwärmen, Petersilie und den Rest Sahne unterrühren und mit Schnittlauch bestreut servieren.

Quelle: essen&trinken 3/2020, abgewandelt

Auberginen-Hack-Pfanne

Schnelle, unkomplizierte Pfanne mit meinem Lieblingsgemüse. Schmeckt gut auch ohne Sättigungsbeilage.

  • 300g Auberginen, in 1 cm dicke Scheiben geschnitten
  • 100g Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 rote Chilischote, fein gewürfelt
  • 2 Tomaten, gehäutet und in Stücke geschnitten
  • 250g Hackfleisch (Lamm, gemischt oder, wie hier, Pute)
  • 2 Eßl Olivenöl
  • 125 ml Brühe (Gemüse oder Huhn)
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 Teel Paprikapulver edelsüß
  • etwas Petersilie zum Bestreuen

Zubereitung:

Auberginenscheiben in ein Sieb legen, gut salzen. Salz gut einmassieren und 10 Minuten ziehen lassen.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Hackfleisch darin schön braun anbraten. Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Auberginen mit Wasser abwaschen und auf Küchenpapier gut trocknen lassen. Zum Hackfleisch geben und mitbraten, bis sie braun werden. Tomaten dazugeben und Brühe angießen. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen.

Etwa 25 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Mit Petersilie bestreut servieren.

Quelle: Landidee, “Kochen mit Hackfleisch”

Omelette mit Schinken, Käse und Gemüse

Als ich Kind war, bestellte ich mir gerne in Restaurants Omelette. Ich erinnere mich an Champignonfüllung, ich glaube es war auch immer Käse dabei. Ich habe aber nicht die geringste Ahnung, ob das Gericht auf der Kinderkarte stand, und ob es eine solche damals schon gab. Aber die Eierspeise war immer sehr fein und ich aß sie gerne. Warum Omelette irgendwann nicht mehr auf Wirtshausspeisekarten zu finden war, ist reine Vermutung: Entweder verschwand es während des Cholesterinfeldzugs gegen das Ei, oder Köche haben heute einfach keine Zeit mehr in Modulküchen selbst Eierspeisen zuzubereiten? Schade. Also, falls ihr zuviele Eier für Ostern gekauft habt, dann ist das das richtige Rezept der Eierschwemme Herr zu werden.

Für 2 Personen:

  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 hellgrüne Stange Sellerie (ich nehme ein kleines Stück Knollensellerie), klein gewürfelt
  • 4 dünne Speckscheiben, klein gewürfelt
  • 1/2 rote Paprikaschote, klein gewürfelt
  • 1/2 Zucchini, klein gewürfelt
  • 1 Eßl Öl
  • 2 Eßl gemischte Kräuter, frisch gehackt
  • 4 Scheiben gekochter Schinken, gewürfelt
  • 6 große, frische Bio Eier
  • Salz, Pfeffer
  • 1 Eßl Butter
  • 4 Eßl milder Bergkäse, gerieben
  • Kresse zum Bestreuen

Zubereitung:

Gemüse und Speck in Öl kräftig anbraten. Schinkenwürfel dazugeben, mit den Kräutern vermischen und beiseite stellen.

Eier in einer Schüssel mit einer Gabel vollständig verquirlen. Mit Salz und Pfeffer würzen. In einer beschichteten Pfanne Butter schmelzen lassen. Die Eier einlaufen lassen und bei mittlerer bis kleiner Hitze warten, bis das Omelette auf der Unterseite gestockt, die Oberfläche aber noch flüssig ist. Mit Gemüse und Schinkenwürfeln und Käse bestreuen.

Das Omelette mithilfe einer Kuchenpalette zu einem Halbkreis zusammenklappen und auf kleiner Flamme zugedeckt noch etwa 3-4 Minuten ziehen lassen.

Noch heiß mit Kresse bestreut servieren.

Wer morgens gerne schon herzhaft isst, kann das Omelette auch zum Brunch servieren.

Quelle: Servus, Gute Küche, Frühling/Sommer2016, abgewandelt

Leinsamensauerteigbrot mit Ruchmehl und Dinkel

In unserem Biomarkt ist momentan das Mehlregal komplett leergefegt. Ich bin überrascht, wie viele Menschen in Notzeiten, die wir ja noch nicht mal ernsthaft haben, scheinbar Brot und Kuchen selbst backen. Auch ich nutze die Zeit mir mal wieder, nach langer, langer Zeit, einen Sauerteig anzusetzen und backe seither immer mit Freude mein eigenes Brot. Dieses hier ist das vierte, das ich in knapp 3 Wochen gebacken habe und es ist, auch S. ist der Meinung, bisher das beste. Warum ich anstatt Weizenmehl Ruchmehl genommen habe? Es war das einzige Mehl das noch im ganzen Laden zu finden war (siehe oben). Ruchmehl ist ebenfalls Weizenmehl das aber noch einen Teil der äusseren Schalenschichten enthält. Es wird hauptsächlich in der Schweiz verwendet. Meines jedoch ist aus Österreich. Das Brot aus diesem Mehl ist jedenfalls köstlich. Es hat eine resche Kruste und eine weiche, aber doch feste Krume und schmeckt am 2. Tag fast noch besser. Und es wird bald wieder gebacken.

Zutaten für 1 Brot ca. 1kg:

Sauerteig füttern (am Vorvortag des Backens um ca 22 Uhr):

  • etwa 30g Sauerteig
  • genausoviel (also etwa 30g) Roggenmehl
  • genausoviel (also etwa 30g) Wasser

Sauerteigansatz (am Vortag des Backens um ca 8 Uhr):

  • 25g flüssiger Sauerteig
  • 75g Dinkelvollkornmehl
  • 75g lauwarmes Wasser

Quellstück (am Vortag des Backens um ca 8 Uhr):

  • 50g Leinsamen (ich hatte nur Goldleinsaat)
  • 150g Wasser

Teig (am Vortag des Backens um ca 20 Uhr):

  • 400g Weizenmehl 550 (ich habe Ruchmehl genommen)
  • 25g Dinkelmehl 630
  • 175g Wasser
  • den Sauerteigansatz
  • das Quellstück
  • 12g Salz

Am Vorvorabend (z.B. Samstag 22 Uhr) den Sauerteig füttern (in den Sauerteig zu gleichen Teilen Roggenmehl und Wasser einrühren) und in einer verschließbaren Schüssel über Nacht bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Am nächsten Morgen (z.B. Sonntag 8 Uhr) den Vorteig ansetzen. Vom Sauerteig 25g abnehmen, den Rest in ein (heiß ausgespültes) verschließbares Glas füllen und im Kühlschrank aufheben. Sauerteig, Dinkelvollkornmehl und lauwarmes Wasser verrühren. Ebenfalls das Quellstück zubereiten. Dafür die Leinsamen in einer Pfanne trocken rösten und noch heiß mit dem Wasser begießen. Vorteig und Quellstück je in einem verschließbaren Gefäß bei Zimmertemperatur 12 Stunden gehen lassen.

Am selben Abend (z. B. Sonntag 20 Uhr) den Teig zubereiten. Dafür das Weizenmehl (bei mir Ruchmehl) und Dinkelmehl, Sauerteig, Quellstück und Vorteig mit 175g Wasser verkneten. Ich mache das in der Küchenmaschine 4 Minuten lang auf kleinster Stufe mit dem Knethaken kneten, Salz einrieseln lassen, dann 8 Minuten lang auf Stufe 4 weiterkneten, bis sich der Teig einigermaßen vom Schüsselrand löst. Er ist aber immer noch sehr klebrig. In eine geölte Schüssel füllen und 2 Stunden ruhen lassen. Alle 30 Minuten den Teig aus der Schüssel heben und auf einer gut bemehlten Fläche dehnen und falten (d.h. zu einem Rechteck dehnen und wie einen Brief falten) und zurück in die Schüssel legen. Nach dem 3. Mal dehnen und falten zu einem Ball formen und nochmal 20 Minuten lang ruhen lassen. Dann zu einem länglich ovalen Laib formen und in ein bemehltes Gärkörbchen legen. Dieses in einen Gefrierbeutel packen und über Nacht (12-24 Stunden) im Kühlschrank ruhen lassen.

Am nächsten Morgen (z.B. Montag 10 Uhr) den Backofen mit einem Backblech auf 250°C vorheizen (bei mir Klimagaren mit 2 Dampfstössen). Den Teig aus dem Gärkörbchen auf ein Backpapier stürzen und mit einem scharfen Messer 2 tiefe Schnitte in die Oberfläche ritzen. Das Brot mit Hilfe des Backpapiers auf das heiße Blech heben und sofort nacheinander die 2 Dampfstösse auslösen oder Wasser aus einer Sprühflasche in den Ofen sprühen. Nach 15 Minuten die Temperatur auf 220°C reduzieren und weitere 30-35 Minuten backen. Auf einem Gitter auskühlen lassen.

Wichtig beim Umgang mit Sauerteigansatz ist, alle Aufbewahrungsgefäße immer vor Benutzung mit kochendem Wasser auszuspülen.

Quelle: https://chili-und-ciabatta.de/2017/10/leinsamenbrot-mit-dinkelanteil/nach Mehlvorrat angepasst

Reispuffer mit Pesto und Joghurt

Irgendwann im vergangenem Jahr habe ich irrtümlich die Vollkornvariante von Basmatireis gekauft. Zwar habe ich grundsätzlich nichts gegen Vollkornlebensmittel und verkoche und verbacke diese auch gerne, bei Reis aber, den ich fast ausschließlich zu asiatischen Gerichten zubereite, finde ich passt das volle Korn nicht. Seitdem schlummert dieses falsch gekaufte Produkt in meinem Küchenschrank. Jetzt, in Zeiten des Coronavirus und der ausufernden Vorratshaltung, bietet sich der Verbrauch solcher Raritäten an. Die Zeitschrift, die ich in unserem Biomarkt monatlich mitnehme, hatte sogar das passende Rezept dafür.

Für 2 Personen:

Für die Puffer:

  • 100g Vollkorn-Basmati-Reis
  • Salz
  • 100g Karotten, grob geraspelt
  • 100g Pastinaken, grob geraspelt
  • 1/4 Bund Petersilie, fein gehackt
  • 1 Ei
  • 50g Vollkorn-Dinkelmehl
  • Peffer
  • Bratöl

Für das Pesto:

  • 1 Knoblauchzehe
  • ca 30g Basilikumblättchen
  • 2 Eßl Pinienkerne, trocken geröstet
  • ca 25 ml Olivenöl
  • ca 25g Parmesan, frisch gerieben

Zum Servieren:

  • 100g griechischer Joghurt

Zubereitung:

Reis in 200ml Salzwasser aufkochen. Dann bei geringer Hitze und geschlossenem Deckel 30-35 Minuten garen. Bei Bedarf Wasser zugeben. (oder im Dampfgarer mit Salz mischen und mit 200ml Wasser etwa 40 Minuten bei 100° C garen.)

Reis etwas abkühlen lassen, mit den geraspelten Möhren, Pastinaken, der Petersilie, dem Ei und dem Mehl vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus dem Reisteig etwa 8 Puffer formen und im heißen Öl pro Seite etwa 4-5 Minuten braten, bis sie goldbraun sind.

Basilikumblättchen, geröstete Pinienkerne, Knoblauch und Öl fein pürieren. Mit Parmesan mischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Puffer mit Pesto und griechischem Joghurt servieren.

Sehr fein, gibt es wieder.

Quelle: Schrot&Korn 03/2020 abgewandelt

Wurzelgemüse und Fleischragout überbacken

Eine Art Low Carb Lasagne aus Winter-Wurzeln, Hackfleisch und Dosentomaten. Herrlich wärmend und sättigend.

Zutaten für 2 Personen:

Für das Gemüse und das Fleischragout:

  • 200g Knollensellerie (ich hatte nur etwa 80g und habe mit 1 Stange Lauch ergänzt), in 6 cm lange und 1 cm breite Stücke geschnitten
  • 140g Karotten, in 6 cm lange und 1 cm breite Stücke geschnitten
  • 1/2 Petersilienwurzel, in 6 cm lange und 1 cm breite Stücke geschnitten
  • 5-6 Kräuterseitlinge in dünne Scheiben geschnitten
  • 3 Eßl Olivenöl
  • 10g Pinienkerne (habe ich weggelassen)
  • 1/2 Teel. Fenchelsaat
  • Salz
  • Pfeffer
  • 50ml Gemüsebrühe
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Dose geschälte Tomaten
  • 300g Rinderhackfleisch (ich nehme Pute)
  • 1/2 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
  • Petersilie gehackt

Für den Rahmsellerie:

  • etwa 100g Knollensellerie, in 5 mm feine Scheiben gehobelt
  • etwas Butter
  • Salz
  • Muskat
  • 100ml Milch
  • 1 Schuß Sahne
  • 40g Gruyere, grob gerieben
  • 1 Eßl Olivenöl
  • 3 Stiele Thymian

Zubereitung:

Die Hälfte des Öls in einem breiten Topf erhitzen und die Gemüsestücke mit der Fenchelsaat darin bei mittlerer bis starker Hitze anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit Brühe ablöschen. Zugedeckt bei schwacher Hitze etwa 6 Minuten knackig garen. Herausnehmen und beiseitestellen.

Restliches Öl im selben Topf erhitzen und Hackfleisch darin bei mittlerer bis starker Hitze braun anbraten. Zwiebel und Knoblauch dazugeben, Hitze reduzieren und ebenfalls etwa 3-4 Minuten braten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Chilischote kurz mitbraten. Tomaten samt Saft zugeben und zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 20 Minuten garen.

Ofen auf 230°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Butter in einem Topf schmelzen und Selleriescheiben darin bei mittlerer Hitze dünsten. Mit Salz und Muskat würzen. Mit Milch und Sahne aufgießen und aufkochen und bei kleiner Hitze garen lassen, bis der Sellerie weich wird. Geriebenen Käse unterrühren und komplett schmelzen lassen. Beiseite stellen.

Tomaten im Fleischragout zerdrücken und mit Salz und Pfeffer und Petersilie würzen.

Auflaufform mit Butter fetten. Heißes Gemüse darin verteilen, mit heißem Fleischragout bedecken und Rahmsellerie darauf gleichmäßig verteilen. Sahne-Käse-Sauce drübergießen und auf der 2. Schiene von unten 15-20 Minuten goldbraun überbacken.

Während der Auflauf im Ofen ist, in einer Pfanne das Öl erhitzen, die Thymianstiele darin kurz erhitzen.

Auflauf aus dem Ofen nehmen, mit Thymianöl beträufeln und gleich servieren.

Quelle: essen&trinken 2/2018, leicht abgewandelt

Bulgur-Feta-Pfannkuchen mit Zwiebeldip

Gute Vorsätze für ein neues Jahr sind ja oft eine zwiespältige Sache. Entweder man hält sich an sie und stresst sich damit selbst, oder man versagt und hat dadurch noch mehr Frust. Da ich eher zur Disziplinlosigkeit neige, fasse ich keine Vorsätze, ich weiß, dass ich sie spätestens im Februar aufgebe. Meine Kochunlust möchte ich aber wirklich wieder in den Griff bekommen und suche mir deshalb im neuen Jahr jedes Monat die dazu passenden Hefte in meiner Essen&Trinken Sammlung, um daraus dann zur Jahreszeit passende Gerichte zu kochen. Im Januar hat mein Vorhaben funktioniert.

Pfannkuchenteig:

  • 100g Mehl
  • 125ml Milch
  • 3-4 Eßl Mineralwasser
  • 20g flüssige Butter
  • 2 Eier
  • Salz, Muskat
  • Basilikum etwa 8 Stiele, die Blättchen abgezupft und in Salzwasser blanchiert

Füllung:

  • 1 kleine Dose geschälte Tomaten (240g Abtropfgewicht), püriert
  • 1 rote Chilischote fein gehackt
  • 2 kleine Schalotten, fein gewürfelt
  • 3-4 Eßl Olivenöl
  • Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker
  • 200g Bulgur
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 rote Paprika, klein gewürfelt
  • 1 Zucchini, klein gewürfelt
  • Petersilie gehackt
  • 100g Feta
  • 100ml Mineralwasser
  • 2 Teel Sahara Gewürz von Lebensbaum

Dip:

  • 250g weiße oder gelbe Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
  • 30g Butter
  • 1 Teel Schwarzkümmel
  • Salz, Pfeffer
  • Petersilie gehackt
  • 150g griechischer Joghurt

Aus Mehl, Milch, Eiern, Butter, Salz, Muskat und evtl Mineralwasser einen Pfannkuchenteig zubereiten. 30 Minuten quellen lassen. Dann die blanchierten Basilikumblättchen mit dem Pürierstab untermixen (den Basilikum kann man auch weglassen, wir haben ihn nicht rausgeschmeckt und die Pfannkuchen waren auch nicht grün, allerhöchstens grünlich).

Aus dem Teig in einer kleinen beschichteten Pfanne mit Butter nacheinander 4 – 5 Pfannkuchen backen. Auf einem Teller im Ofen bei 80°C warmhalten.

Zucchiniwürfel in einem Topf in Olivenöl scharf anbraten, bis sie braun werden. Mit einem Sieblöffel herausnehmen und beiseite stellen. Schalottenwürfel, Chilischote, und Paprikawürfel im verbliebenen Öl anbraten, bis die Schalotten glasig sind. Tomatenpüree einrühren und mit Salz und Pfeffer würzen und mit 1 Prise Zucker abschmecken. 1 mal aufkochen lassen und den Bulgur gut einrühren. Zugedeckt etwa 25-35 Minuten auf dem ausgeschalteten Herd ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebelstreifen und den Schwarzkümmel in Butter bei mittlerer Hitze anbraten bis sie leicht gebräunt sind. Salzen und pfeffern. Abkühlen lassen und mit griechischem Joghurt und Petersilie verrühren.

Petersilie, zerkrümelten Feta und Zucchiniwürfel unter den Bulgur rühren und nochmal mit Salz, Pfeffer und Saharagewürz abschmecken. Pfannkuchen auf der Arbeitsfläche auslegen und mit der Bulgur-Feta-Masse füllen. Fest aufrollen und im 80°C warmen Ofen warmhalten, bis alle Pfannkuchen gefüllt sind.

Entweder warm oder zimmerwarm mit Dip servieren.

Quelle: essen&trinken Januar 2013, nach Kühlschrankinhalt abgewandelt

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