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Schweinebraten mit Popcornkruste aus dem Dampfgarer

Vor langer, langer Zeit hab ich dieses Rezept nach Ziii kocht zubereitet.
Schließlich möchte man ja gerne die Geräte, die man sich so in der Küche hat einbauen lassen, auch benutzen. Der Braten war fantastisch, leider waren die Zeitangaben von “Ziii kocht” nicht kompatibel mit meinem Dampfgarer und meine Gäste mussten damals lange auf den Braten, bzw. die Beilagen, warten. Jetzt gab es den Braten zu einem halbrunden Geburtstag von Papa nochmal, dieses Mal habe ich jeden Schritt notiert und glaube, dass ich alles sicher nachkochen kann. Natürlich hängt immer alles von der Größe des Fleischstücks ab. Und, je größer das Stück, desto besser der Braten. Der Braten schmeckt nämlich auch kalt die nächsten Tage als Brotzeit.

Zutaten für 6-8 Personen:

  • ca. 1 kg Schweinebauch mit Schwarte, ungeschröpft
  • ca 1,2 kg Schulter mit Schwarte, ungeschröpft
  • 2 – 3 Teel “Himmel auf Erden” Bratengewürz (Herbaria)
  • 2 Zwiebel mit Schale
  • 6 fette Knoblauchzehen, ungeschält
  • 1 Teel Pfefferkörner
  • 1 Eßl ganze Kümmelsamen, mit dem Messer grob gehackt
  • 1 – 2 Eßl Salz (ganz normales Haushaltssalz)

Zubereitung:

Fleisch und Schwarte rundrum mit Bratengewürz einreiben. Den nicht geschröpften (die Schwarte nicht eingeschnitten) Bauch und die Schulter mit der Schwarte nach unten in eine Bratreine legen. Mit soviel kochendem Wasser aufgießen, daß die Schwarte samt Fettrand bedeckt ist, aber mindestens fingerbreit. Die Bratreine in den nicht vorgeheizten Dampfgarer schieben und bei 99°C für 1 Stunde Dampfgaren. Dann das Fleisch aus dem Ofen nehmen, diesen auf 180°C Combigaren Heißluft mit 25% Feuchte und Kerntemperatur 75°C einstellen. Das Fleisch umdrehen (Schwarte nach oben) und jeweils die Schwarte mit einem scharfen Messer (ich nehme ein Teppichmesser) rautenförmig einschneiden, erst quer im Abstand von 1 cm danach noch diagonal im Abstand von 1 cm. Dabei das darunterliegende Fett, aber nicht das Fleisch einschneiden. Danach die Schwarte salzen und zwar mit viel Salz, etwa 1-2 Eßl sind schon notwendig. Einen Backpinsel mit der Flüssigkeit die sich in der Reine angesammelt hat anfeuchten und mit dem Salz großzügig in die Schwarte pinseln. Ebenso mit dem Kümmel verfahren. Diesen aber gut in die Einschnitte verteilen, auf der Oberseite verbrennt er und wird bitter.

Jetzt die Zwiebel samt Schale vierteln und mit den (ungeschälten) Knoblauchzehen und den Pfefferkörnern in der Bratreine verteilen und zuerst nur die Schweineschulter in die Mitte setzen. Das Bratenthermometer an der dicksten Stelle des Fleischs schräg nach oben komplett bis zum Griff in das Fleisch stecken und den Bräter zurück in den Ofen schieben. Jetzt für etwa 1 Stunde, bzw. bis das Thermometer die 75°C Kerntemperatur anzeigt, garen. Es sollte immer ausreichend Flüssigkeit im Bräter sein. Nach etwa einer halben Stunde den Schweinebauch zur Schweineschulter in die Reine legen.

Jetzt ist der Braten im Prinzip fertig, es muss nur noch die Kruste aufpoppen. Dafür die Bratreine aus dem Ofen nehmen, die Ofentüre offen lassen, dass der Dampf entweichen kann, das Fleisch mit dem Bratensaft bestreichen und nochmal gründlich salzen. Dann den Umluftgrill auf 220°C aktivieren. Bratensaft samt Zwiebeln, Knoblauch und Pfefferkörner in ein Passiersieb über einem ausreichend großen Topf ausgießen. Den Braten wieder zurück in die Bratreine legen und auf der höchsten Schiene unter dem Heißluftgrill übergrillen bis die Schwarte komplett aufgepoppt ist. Währenddessen die Soße zubereiten, indem man die Zwiebel und Knoblauchzehen durch das Passiersieb gut ausdrückt. Soße noch mit etwas Salz, Pfeffer und Bratengewürz abschmecken. Ist die Schwarte komplett gepoppt, das dauert ungefähr 20-30 Minuten, den Braten nochmal im ausgeschalteten Ofen ca. 20 Minuten ruhen lassen.

Bei uns gibt es, ganz klassisch bayrisch, Semmelknödel und Krautsalat dazu.

Quelle: Ziii kocht, , leicht abgeändert

Möhren-Haselnuss-Salat mit Tahini-Dressing

Seit etwa 6 Wochen (mit einigen kleinen Ausreissern, während der Eisheiligen) ist das Wetter in Bayern endlich mal so, wie wir es uns jedes Jahr wünschen würden. Der Frühling, und jetzt schon der Sommer, kam so schnell und so schön, dass ich bei der Kleiderwahl morgens immer noch überfordert bin. Socken sind nicht notwendig, das war auch schon Anfang Mai so, aber irgendwie bin ich immer noch ungläubig darüber. Dass wir deshalb in jeder freien Zeit entweder Radlfahren, in die Berge gehen und natürlich auch in Biergärten einkehren, ist selbstverständlich. Deshalb ist es hier momentan etwas ruhiger. Es ist nicht so, dass ich zwischendrin nicht kochen würde, aber dann noch bloggen, dafür fehlt mir schlicht die Zeit und auch die Lust. Bei dem schönen Wetter.

Zutaten für 2 Personen:

  • 2 Eßl Tahini
  • 4 Eßl Olivenöl
  • 2 Eßl Zitronensaft
  • 1 Eßl Honig oder Ahornsirup
  • Salz, Pfeffer
  • 500g Karotten grob geraspelt
  • 1 rote Zwiebel, halbiert und in feine Streifen geschnitten
  • 2-3 Eßl Minze feingehackt (hatte ich nicht, ich nehme Petersilie)
  • 1 Eßl Schnittlauch in feine Röllchen geschnitten

Zubereitung:

Aus Tahini, Olivenöl, Zitronensaft, Honig, Salz und Pfeffer mit dem Schneebesen oder dem Pürierstab ein cremiges Dressing schlagen. Karottenraspel und Zwiebelstreifen gut untermengen. Mit Petersilie und Schnittlauch würzen.

Bei mir gibts Vollkornbrot dazu. Gut schmeckt sicher auch Grillkäse, Couscous, Joghurt oder Feta.

Quelle: Milchmädchen

Penne al Vodka

Penne al Vodka gibt es bei uns immer dann, wenn Räucherlachs weg muss.

Da die Penne sehr wandelbar sind und sowohl mit Räucherlachs, frischem Lachs aber auch Garnelen schmecken, sind sie sogar etwas, das gut aus dem Vorrat gekocht werden kann.

Ganz ohne Einlage und sind die Nudeln vegetarisch. Mit Sahneersatz, z.B. Hafer- bzw. Mandelsahne sogar vegan.

Zutaten für 2 Personen:

  • 200g Penne
  • 1 Eßl Olivenöl
  • 1 getrocknete Chilischote
  • 1 große Knoblauchzehe, gehackt
  • 1 Dose Tomaten gehackt
  • 100ml Sahne
  • 150g Räucherlachs
  • 2 Eßl Wodka
  • 1 Prise Piment Espelette
  • 1 Handvoll gehackte Petersilie

Zubereitung:

Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Knoblauchzehe und die Chilischote darin etwa 5 Minuten anschwitzen, aber nicht bräunen.
Tomatendose dazugeben und ca 15 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce etwas andickt.
Währenddessen die Penne (in etwa 7 Minuten oder nach Packungsanweisung) sehr bissfest kochen.
In die Tomatensauce die Sahne und den Wodka unterrühren, die bissfest gekochten Penne tropfnass einrühren und nochmal 3 Minuten zugedeckt bei ganz kleiner Hitze ziehen lassen. Ganz zum Schluss den Räucherlachs einrühren, kurz erwärmen und evtl mit Piment Espelette abschmecken (Vorsicht scharf).
Auf Pastatellern mit Petersilie bestreut servieren.

Quelle: Katharina kocht

Kürbissuppe mit Linsen

Früher mochte ich am liebsten ganz fein pürierte, cremige Suppen, in denen man nur erahnte welche Gemüsesorten darin enthalten sind. Einzig erkennbar waren oft nur Würstchen, Croutons oder Garnelen als Einlage. Inzwischen schätze ich es aber auch, wenn noch Gemüsestückchen in der Brühe schwimmen und die Suppe dadurch noch etwas Biss hat. Vermutlich bin ich aus der Breiphase rausgewachsen? Kurz, solange ich noch kann, wird mit den eigenen Zähnen gekaut. Mit den dritten Zähnen werden die Suppen (und andere Gerichte?) wieder fein püriert.

Zutaten für 4 Personen:

  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 1/2 Bund Thymian
  • 2 Eßl Olivenöl
  • 100g Puy Linsen
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 1-2 getrocknete Chilischoten
  • 1 Stück Kürbis (etwa 1 kg) klein gewürfelt
  • 6 Eßl Sahne
  • 2 Eßl Apfelessig (ich nehme Apfelbalsam)
  • Salz

Zubereitung:

Olivenöl in einem Topf erhitzen, Zwiebelwürfel mit Thymian und Linsen darin andünsten.
Mit Brühe ablöschen und etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Linsen fast gar sind.
Kürbiswürfel und Sahne dazugeben und nochmal 10 Minuten weiterköcheln lassen bis der Kürbis weich und die Linsen gar sind. Suppe mit Essig, Chilischoten und Salz abschmecken und servieren.

Quelle: GU KüchenRatgeber Kürbis

Würziger Kartoffel-Linsen-Eintopf

Einfach, preiswert, schnell und sehr gut.

Zutaten für 4 Personen:

  • 500g mehlige Kartoffeln, geschält und in 2cm Würfel geschnitten
  • 2 große Zwiebeln, fein gehackt
  • 1 Karotte, fein gewürfelt
  • 1 Lorbeerblatt
  • 150g braune Linsen (ich nehme Chateau Linsen, die sind in 30 Minuten weich)
  • 1 Eßl Senfkörner, trocken geröstet und im Mörser zerstoßen
  • 3-4 Eßl Ghee
  • 600-1000ml Gemüsebrühe
  • 2 Hühnerbrüste (etwa 400g), in 2cm Würfel geschnitten
  • 1-2 Eßl Garam Masala
  • 1/2 Teel Zimt (lasse ich weg, mein Garam Masala ist sehr zimtlastig)
  • 1-2 getrocknete Chilischoten
  • 1 Teel Korma-Paste (aus dem Bio Markt)
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 Eßl gehackte, frische Korianderblätter

Zubereitung:

2 Eßl Ghee in einem Topf schmelzen lassen und die Zwiebel- und die Karottenwürfel anschwitzen. Linsen und Lorbeerblatt dazugeben, mit Brühe angießen und 5 Minuten bei schwacher Hitze köcheln lassen. Dann die Kartoffelwürfel dazugeben, mit Senfpulver bestreuen und gut durchrühren. 20 Minuten köcheln lassen bis die Kartoffeln und die Linsen fast weich sind. Hühnerbrustwürfel im restlichen Ghee scharf anbraten und zu den Kartoffeln und den Linsen geben. Nochmal 5-10 Minuten garen, bis sie gar sind. Mit Garam Masala, Chilischoten, Salz und Pfeffer würzen mit etwas Korma Paste abschmecken. Zum Servieren mit Korianderblättchen bestreuen.

Quelle: GU Küchenbibliothek, Kartoffeln

Gazellenhörnchen

Delikate Marzipanhörnchen aus der arabischen Küche.

Zutaten für etwa 60 Hörnchen:

  • Für die Füllung:
  • 250g Mandeln
  • 150g Zucker
  • 1 Ei
  • 1/4 Teel Zimtpulver
  • 4 Eßl Rosenblütenwasser
  • Für den Teig:
  • 50g Butter
  • 250g Mehl + Mehl zum Arbeiten
  • 1 Prise Salz
  • 50ml Orangenblütenwasser
  • Zum Bestreichen und Bestreuen:
  • 1 Eßl flüssige Butter
  • Puderzucker

Zubereitung:

Mandeln in eine Topf mit kochendem Wasser geben und etwa 10 Minuten darin kochen lassen. Dann in ein Sieb schütten, kalt abspülen und die Kerne aus den Häuten drücken. Mandeln auf einem Küchentuch ausbreiten und mindestens ein paar Stunden trocknen lassen, besser über Nacht.

Für den Teig die Butter schmelzen, aber nich braun werden lassen. Mehl mit Salz mischen. Butter, Orangenblütenwasser und ungefähr 50ml Wasser dazugeben und alles so lange kneten, bis ein richtig schön geschmeidiger Teig entsteht. Das kann gut 10 Minuten dauern. In ein Tuch gewickelt 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung die Mandeln in einen Blitzhacker schütten und fein zerkleinern. Den Zucker dazugeben und alles nochmal gut durchmixen. Mit Ei, Zimt und Rosenblütenwasser gut verrühren.

Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze (oder 180°C Umluft) vorheizen

Teig auf wenig Mehl schön dünn ausrollen (fast so dünn wie Strudelteig) und in etwa 7cm lange und 4cm breite Streifen schneiden. Auf jeden Teigstreifen 1 Teel Marzipanmasse setzten und länglich formen (die Rolle soll kleiner sein als der Teigstreifen). Im Teig einhüllen und den Teig rundherum gut zusammendrücken und verschließen (Finger immer wieder in Mehl tunken). Zu Hörnchen biegen.

Die Hörnchen auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech verteilen, im vorgeheizten Ofen (Mitte) etwa 15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Die heißen Hörnchen mit Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben.

Quelle: Oriental basics, GU Verlag

Kartoffel-Steinpilz-Suppe

Eine samtige Suppe aus Kartoffeln, die intensiv nach Steinpilzen schmeckt.

Zutaten für 4 Personen:

  • 20g getrocknete Steinpilze
  • 1 kleine Zwiebel, fein gewürfelt
  • 500g mehligkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt
  • 1l Fleischbrühe
  • 1 Eßl Butter
  • 100g Speck, gewürfelt
  • Salz
  • Pfeffer
  • Majoran
  • 100ml Sahne

Zubereitung:

Die Steinpilze in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und 1 Stunde quellen lassen.

Zwiebel in Butter anschwitzen. Die Kartoffelwürfel dazugeben und kurz mitdünsten. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und 20-30 Minuten köcheln lassen. Steinpilze durch ein feines Sieb abgießen, dabei die Flüssigkeit auffangen und diese zur Suppe geben. Die Steinpilze gut trocknen, fein hacken und mit den Speckwürfeln in einer Pfanne knusprig anbraten.

Sahne in die Suppe rühren, kurz erwärmen. Suppe pürieren, mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen und mit dem angebratenen Speck, evtl. einem Klecks Creme fraiche und den Steinpilzen bestreut servieren.

Quelle: GU Küchenbibliothek, Kartoffeln

Rote Bete Mousse

Eine kleine, gut vorzubereitende Vorspeise, die sehr schön aussieht und ganz fein schmeckt. Vorausgesetzt man mag Rote Bete und Meerettich.

Zutaten für 4 Personen:

  • 200g gekochte Rote Bete, abgetropft und püriert, Saft auffangen (ich nehme fertig gegarte aus dem Biomarkt)
  • 2 1/2 Eßl Meerettich, frisch gerieben
  • 100g Frischkäse
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Prise Zucker
  • 1 1/2 Blatt Gelatine
  • 70 ml Sahne, steif geschlagen
  • 4-8 sehr dünne Scheiben gekochte Rote Bete
  • 2 Eßl Pekannusskerne, trocken geröstet und grob gehackt

Zubereitung:

Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Rote Bete Püree mit Meerettich, Frischkäse, Salz, Pfeffer, Zucker gut verrühren.
2-3 Eßl Rote Bete Saft erhitzen, die Gelatine darin auflösen und mit dem Rote Bete Frischkäse vermengen. Im Kühlschrank etwa 1/2 Stunde ruhen lassen, bis die Masse anfängt zu gelieren. Dann die steif geschlagene Sahne unterheben. Bis zum Servieren mindestens 4 Stunden kalt stellen.

Je 1 oder 2 Scheiben Rote Bete auf einen Teller legen, darauf je 1 Nocke Mousse platzieren. Mit Feldsalat oder gemischtem Blattsalat, bestreut mit den Pekannusskernstückchen, servieren.

Quelle: Chili und Ciabatta

Boeuf Bourguignon mit Kartoffelplätzchen

Weihnachten ist bei uns keine große Sache, das Wichtigste ist immer das Essen. Darüber mache ich mir schon Wochen im voraus Gedanken und ziehe auch S. immer in meine Überlegungen mit ein. Dieses Jahr sind wir zu dem Entschluss gekommen, vegetarisch bzw. zumindest ohne Fleisch zu essen. S.`s Favorit waren Conchiglione, eine Hälfte mit Spinat-Ricotta-Füllung, die andere Hälfte mit Lachs-Garnelen-Füllung, zu kochen. Alle Kochbücher waren schon wieder weggeräumt und sogar die Nudeln sind schon gekauft. Doch dann gab es am 1. Advent Boeuf Bourguignon. Das hat sogar S. dazu gebracht, seinen Plan mit den Muschelnudeln nochmal zu überdenken. Das Fleisch zart, die Speckwürfel knusprig, die Zwiebeln knackig und die Sauce würzig. Kartoffelplätzchen sind perfekt um die Sauce aufzusaugen. Selbst der Kochaufwand hält sich in Grenzen und es kann ganz viel vorbereitet werden, so dass man wirklich nur noch Speck, Zwiebeln und Champignons anbraten muss, wenn die Gäste da sind. Besser geht es nicht. Also hier ein wirklich stressfreies Weihnachtsessen, auch für eine große Runde. Wer es ganz entspannt haben möchte, serviert Baguette dazu, so wie man es in Frankreich macht.
Nicht vergessen sollte man allerdings, dass das Fleisch mindestens 4 Stunden marinieren muss

Zutaten für 6-8 Personen:

  • Für das Boeuf Bourguignon:
  • 2 kg Rindfleisch (aus der Schulter oder Wade) in 4-5 cm große Würfel geschnitten
  • 1 Flasche Rotwein (Burgunder)
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und angedrückt
  • 2 Lorbeerblätter (seitlich einige Male eingeschnitten)
  • 8 Thymianzweige
  • 500g Zwiebeln in feine Scheiben geschnitten
  • Butterschmalz
  • 1 Eßl Tomatenmark
  • 600-700 ml Rinderfond
  • 100g Speck in Scheiben (in 1 cm breite Streifen geschnitten)
  • 250g Perlzwiebeln oder ganz kleine Schalotten (blanchiert und gehäutet)
  • 200g Frühlingszwiebeln
  • 400g kleine braune Champignons
  • 1 Speckschwarte
  • reichlich Salz und Pfeffer
  • Butterschmalz
  • Für die Kartoffelplätzchen:
  • 2 kg mehlige Kartoffeln (geschält und geviertelt und im Dampfgarer 25 Minuten gegart)
  • Salz und Pfeffer
  • Muskatnuss
  • gemischte Kräuter, gehackt
  • Butterschmalz

Zubereitung:

Rindfleisch in eine ausreichend große Schale legen, mit Wein begießen, dass das ganze Fleisch bedeckt ist, Knoblauchzehe, Thymianzweige und Lorbeerblätter dazugeben, einmal gut durchmischen und zugedeckt im Kühlschrank 4 Stunden oder über Nacht marinieren.

Ofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Rindfleisch aus der Marinade nehmen, in einem Sieb gut abtropfen lassen, die Marinade auffangen. Das Fleisch gut abtrocknen und in einem großen Bräter in 3 Portionen bei starker Hitze anbraten, in das Sieb geben, den Bratensaft auffangen. Zwiebeln im Bräter bei mittlerer Hitze etwa 2 – 3 Minuten anbraten, das Tomatenmark dazugeben kurz mitrösten und mit der Hälfte der Marinade ablöschen. Auf die Hälfte einkochen lassen und den Rest der Marinade angießen. Wieder auf die Hälfte einkochen lassen. Fleisch, Bratensaft und Rinderfond einrühren, kurz aufkochen lassen, Thymian, Lorbeer, Knoblauchzehe und Speckschwarte dazugeben und zugedeckt im Ofen auf der 2. Schiene von unten 2 Stunden schmoren lassen. Deckel abnehmen und nochmal 40 Minuten schmoren.

Während das Fleisch schmort, die Kartoffeln noch warm durch die Kartoffelpresse drücken, mit Muskat reichlich Salz und Pfeffer und den Kräutern vermengen. Plätzchen formen und im Butterschmalz bei starker Hitze kurz von beiden Seiten anbraten. Im Ofen auf ein mit Backpapier ausgekleidetes Blech nebeneinander legen und bei 100°C warm halten.

Speckschwarte, Knoblauch, Lorbeerblätter und Thymianstiele aus dem Schmortopf entfernen. Gut salzen und pfeffern.
Speckstücke in einer Pfanne auslassen, herausnehmen und auf einem Küchentuch abtropfen lassen. Im Speckfett die Frühlingszwiebeln und die Perlzwiebeln leicht anbraten.
In einer 2. Pfanne die Champignons im Butterschmalz kurz anrösten.

Das Fleisch mit Sauce auf Tellern anrichten, mit Champignons, Perlzwiebeln und Frühlingszwiebeln garnieren, je 1 – 2 Kartoffelplätzchen daneben legen und servieren.

Quelle: essen&trinken, 11/2017

Bratkartoffeln und Kürbis mit Putenschnitzeln

Vorige Woche wurde ich von meinen Freundinnen gerügt, dass sich auf meinem Blog nicht mehr so arg viel tut. Das nehme ich mir natürlich gleich zu Herzen und poste ein Gericht, das auch gleich in die alljährliche Kürbisgericht Kategorie passt.

Zutaten für 2 Personen:

  • Für Bratkartoffeln und Kürbis:
  • 300g kleine festkochende Kartoffeln
  • Salz
  • 125g Hokkaido-Kürbis, quer in dünne Scheiben geschnitten
  • 150g Zwiebeln, in feine Streifen geschnitten
  • 20g durchwachsener Speck, in feine Streifen geschnitten
  • 20g Butterschmalz
  • 10g Butter
  • Petersilie zum Bestreuen
  • Für die Schnitzel:
  • 25g Kürbiskerne
  • Zucker, Salz
  • 50g Semmelbrösel
  • 2 dünne Putenschnitzel
  • 1 Ei
  • 25g Mehl
  • 100g Butterschmalz
  • Pfeffer

Zubereitung:

Kartoffeln gut waschen und ungeschält in Salzwasser ca. 18 Minuten kochen, in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Oder im Dampfgarer auf einem gelochten Blech bei 100°C 18 Minuten dämpfen, leicht abkühlen lassen. Die Kartoffeln noch lauwarm pellen und kalt stellen.

Für die Schnitzel Kürbiskerne in einer beschichteten Pfanne mit je 1 Prise Zucker und Salz goldbraun rösten. Abkühlen lassen und danach grob hacken. Kürbiskerne mit den Semmelbröseln mischen.

Kartoffeln in Scheiben schneiden.

Schnitzel zwischen Klarsichtfolie flach klopfen. Ei verquirlen. Schnitzel mit Salz würzen, danach erst in Mehl wenden, dann durch das Ei ziehen und in der Bröselmischung wenden, dabei leicht andrücken.

20g Butterschmalz in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen, Kartoffel darin bei starker Hitze 4-5 Minuten braten erst dann wenden, wenn die Unterseite schön braun und knusprig ist. Zwiebeln und Speck gleichmäßig auf den Kartoffeln verteilen und unter Schwenken weiter 4-6 Minuten braten. Sobald die Zwiebeln und der Speck leicht gebräunt sind, Kürbis auf den Kartoffeln verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen und weitere 6- 8 Minuten braten. Butter zum Schluss zugeben.

Inzwischen in einer großen Pfanne restliches Butterschmalz erhitzen. Schnitzel im heißen Butterschmalz bei mittlerer bis starker Hitze 2-3 Minuten von beiden Seiten goldbraun braten und knusprig braten. Schnitzel dabei öfter mithilfe eines Löffels mit dem heißen Schmalz begießen. Gebackene Schnitzel im Ofen bei 80-100°C warm halten, bis die Kürbisstücke weich sind.

Kartoffeln und  Kürbis mit Petersilie bestreuen und die Schnitzel auf den Bratkartoffeln sofort servieren.

Im Original werden Kalbsschnitzel verwendet, ich finde Pute auch sehr gut und wesentlich preiswerter.

Quelle: essen&trinken Sonderheft 3/2017, abgewandelt